PURPURLICHT

Ungefähr 15 Minuten nach Sonnenuntergang gibt es manchmal ein Himmelsphänomen namens Purpurlicht. Dies ist nicht dasselbe wie Abendrot, wo die Wolken durch die untergehende Sonne illuminiert werden. Purpur-Licht ist ein physikalisches Phänomen und entsteht durch Dunstpartikel hoch in der Atmosphäre, zum Beispiel durch Sahara Staub.

Damit wir das Purpurlicht in der Atmosphäre sehen können, braucht es zwei verschiedene Arten von Reflektionen: Der Beobachter sieht rotes und blaues Licht am Himmel. Diese beiden Quellen werden in unseren Augen und in unserem Gehirn gemischt und wir sehen das Purpurlicht.

Abende im November und Oktober sind oft eine gute Zeit um das Purpurlicht bei klarem Himmel zu sehen. Es gibt verschiedene Konditionen, die für das Purpurlicht verantwortlich sind: Zum Beispiel der Luftdruck, der Wind oder welche Arten von Partikeln sich in der Atmosphäre befinden.

Manchmal ist es nicht so eindeutig, was die Ursache für das Purpurlich ist. Aber wenn das Purpurlicht sehr intensiv ist, kann eine vulkanische Eruption oder ein Waldbrand die Ursache sein. Die legendären Bilder von William Turner mit den erinnerungswürdigen roten Himmeln wurden vielleicht durch das intensive Purpurlicht und das besondere Abendrot beeinflusst, das zu dieser Zeit aufgrund einer vulkanischen Eruption in Island in Europa herrschte.

 

 

Das Fotografieren von Purpurlicht ist leicht. Hauptsächtlich braucht man einen Platz wo der Himmel im Westen nicht durch Häuser oder Bäume verstellt ist. Es ist immer gut, ein Stativ dabei zu haben. Das Augen wird in der Dämmerung leicht getäuscht. Insbesondere bei solchen Himmelsbedingungen kann der Himmel heller erscheinen als er ist.

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Bei der Gelegenheit, wo diese Bilder entstanden war ich gerade joggen und sah zu spät, dass es an diesem Abend einen interessanten Sonnenuntergang geben würde. Daher war mein Equipment nicht ideal für die Situation. Manchmal kann man seine Kamera auf einem Stein oder an der Ecke einer Mauer auflegen aber hier stand ich in der Mitte einiger Felder auf einem Feldweg. Ich wollte die ISO (Empfindlichkeit) meiner Kamera nicht zu weit aufdrehen, um Rauschen zu vermeiden, daher haben die Resultate ihre Grenzen. Aber es zeigt, was das Purpurlicht ist. Wenn man Photoshop oder eine andere Software benutzt, kann man durch vorsichtige Steigerung der Sättigung den Purpurlicht-Effekt unterstreichen.

 





Um noch interessantere Bilder zu machen könnte man den astronomischen Kalender anschauen und nach Abenden Ausschau halten, wenn zum Beispiel Venus oder Jupiter im Westen sichtbar sind oder am Besten ein Planet und der Mond ein Rendez-Vous am Himmel haben. Im Zusammenspiel mit der Dämmerung ergeben sich dann eindrucksvolle Szenarien.

Manchmal können auch Wolken in der Stratosphäre zu intensiven Abendrot-Phänomenen führen. Zur Zeit dieser Fotoaufnahmen waren jedoch keine stratosphärischen Wolken oder vulkanische Asche im Spiel, sondern es waren ganz einfach ein paar warme Tage mit einem klaren Himmel während des sogenannten Indian summer.