Gewitter vor Sonnenuntergang

In Oberbayern gab es am Sonntag, den 28. Juni 2020 einen Wetterwechsel. Nach sonnigen und gewittrigen Tagen begann es im Allgäu intensiv zu regnen. Im Südosten Bayerns gab es starke Gewitter mit Hagel. Dort stiegen die Hagelflieger zu vier Einsätzen auf. Regen und Wolken führten am Weißensee nahe des berühmten Schlosses Neuschwanstein zu Momenten mit einer besonderen, magischen Atmosphäre.

Drei Tage später gab es in Südbayern, am 1. Juli 2020, südlich des Ammersees ein beeindruckendes Gewitter in den frühen Abendstunden. Es war noch vor Sonnenuntergang, was zu sehr interessanten Effekten führte und den Himmel in verschiedenen Farben erstrahlen ließ. Dem Gewitter folgten einige starke Regenfälle. Diese Wetterlage hielt noch mehrere Tage an.

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Am 2. Juli 2020 verwüstete ein Superzellen-Gewitter ein Gebiet von Murnau, was im Landkreis Garmisch-Partenkirchen liegt. Zeugen berichteten, dass es zur gleichen Zeit gehagelt hat und auch starken Regen gab. Sie konnten sich nicht an ein vergleichbares Phänomen erinnern. Binnen 15 Minuten waren Straßen überflutet und Kühe mussten von einer Farm gerettet werden.

Später beruhigte sich das Wetter zum Wochenende hin. Diese Wetterlagen sind typisch für die Jahreszeit in Bayern. Es gibt einen Wechsel zwischen warmen Sommertagen und Regen. Außen in den letzten Jahren, als es eine ausgeprägte Dürre gab. Die stärksten Gewitter in Deutschland gibt es oft Im Juli. 1984 führte ein unvergleichbar starkes Hagelgewitter zu enormen Zerstörungen in der bayerischen Landeshauptstadt München.

Intensive Superzellen-Gewitter, Hagel und Starkregen können jedoch prinzipiell jederzeit zwischen Mai und September und darüber hinaus auftreten. Im Juni 2019 führte ein Hagelgewitter zu Zerstörungen in der nördlichen Ammersee-Region mit enormen materiellen Schäden. In manchen Jahren gibt es auch schon im Mai starke Unwetter mit Überflutungen. Gewitter gibt es auch noch viele im August, aber im September werden die starken Gewitter üblicherweise seltener. Durch den niedrigeren Sonnenstand und die kürzeren Tage ist nicht mehr soviel Energie vorhanden, die es zur Entstehung enorm starker Gewitter braucht. Allerdings, wenn die richtigen Wetterbedingungen vorhanden sind, kann es auch noch bis in den Oktober hinein Unwetter geben. Im September 2017 zog zum Beispiel ein Unwetter über das Münchener Oktoberfest, wo auch der Blitz einschlug.

Gewitter mit starkem Hagelschlag kommen meist mehr im Südosten von Bayern vor als zum Beispiel im Allgäu. Üblicherweise entwickeln sich dort die Gewitter über dem Hochland und den Bergen und ziehen von dort vor den Alpen nach Osten. Deshalb gibt es in der Umgebung des Chiemsees auch die Vogtareuther Hagelflieger, die die Region effizient vor Hagelschlag schützen und auch wissenschaftliche Informationen sammeln.

Landschaftfotografie im Frühjar: Viele Schattierungen von Grün

Das Ende des Winters und der Beginn des Frühlings sind immer eine besondere Zeit. Die Natur erwacht. Es ist auch für Fotografen eine gute Zeit. Nach einer langen Zeit, in der Braun und Grau die Landschaft dominieren, gibt es eine Explosion von Grün und Geld. Jedoch muss man schnell sein, um die vielen verschiedenen Grüntöne mit der Kamera zu erwischen.

Der Beginn des Frühjahrs ist nicht immer derselbe jedes Jahr. In manchen Jahren beginnt der Frühling früher und in in manchen Jahren liegt lange Schnee und es ist noch kalt. Üblicherweise sieht man die ersten Pflanzen bereits im Februar in der nördlichen Hemisphäre. Schneeglöckchen und Schlüsselblumen etwas später tauchen schon auf, selbst wenn noch Schnee liegt. Die leuchtend gelben Forsythien kündigen den eigentlichen Frühling an. Aber es ist immer noch ein langer Weg. Jedoch passiert oft dann meist sehr viel in kurzer Zeit meist im April. Die Wiesen werden grün und gelb. In manchen Gegenden, wo viel Löwenzahn wächst, nehmen die Wiesen sogar ein intensives Gelb an.

Diese Motive sind leicht einzufangen. Man braucht keine teure Ausrüstung. Jedoch ist eine Kamera mit raw-.Mode von großem Vorteil. Es gibt dann einfach viel mehr gestalterische Möglichkeiten mit den Grüntönen in der Nachbearbeitung zu spielen.

Die verschiedenen Phasen des Frühjahrs

Der interessanteste Teil des Frühjahrs beginnt, wenn die Bäume austreiben. Nur für ein paar Tage sieht man dieses sprichwörtliche “frische Grün” in der Natur. Es ist meist die Zeit in den Wochen nach Frühlingsanfang. Später, im Mai, sieht man im Garten und im Wald dunklere Grüntöne. Das Laub zeigt nun nicht mehr so viele Grünschattierungen. Deshalb müssen Landschaftsfotografen schnell sein, um den richtigen Augenblick zu erwischen.

Schlüsselblumen erscheinen früh im Jahr.
Obstbaumblüte im April. Die meisten Bäume haben noch keine Blätter.
Die Nächte sind immer noch kalt. Es sieht so aus, als ob der Frühling noch ganz weit weg wäre, dabei wird es schon in ein paar Tagen viele Schattierungen von Grün und Gelb geben. Der Frühling ist in Wahrheit bereits voll im Gange..

In der nördlichen Hemisphäre beginnt die Vegetationsperiode im Süden, in Italien und Griechenland und erreicht später die nördlichen Länder. Landwirte wissen eine Menge über die Dynamik in der Natur, und es gibt auch wissenschaftliche Messgrößen. Die wichtigste Größe ist die Grassland-Temperatur-Summe (GTM). Diese Summe beruht auf einer Gleichung. Wenn die Summe (aufsummierte Werte) 200 Grad Celsius ergibt, beginnt, die Arbeit auf den Feldern.

Wenn man mehr erfahren möchte über die Vegetationsperiode, empfiehlt sich ein Blick auf die örtliche Wetterwebseiten. Dort gibt es oft Informationen über den Frühlingsfortschritt. Geübte Nutzer können Wetterdaten auf speziellen Agrar-meteorologischen Seiten auswerten, zum Beispiel in den USA auf: https://www.agweb.com/weather

Selbstverständlich spielt das Wetter eine zentrale Rolle. Man sieht sehr schnelle Veränderungen in der Natur, wenn es zum Beispiel länger geregnet hat. Das sind oft die besten Augenblicke zum Fotografieren.

Sonnenlicht ist gut, um die verschiedenen Grüntöne im Frühjahr einzufangen. Jedoch kann auch ein Regentag mit seinen verschiedenen Stimmungen sehr interessant sein. Der Morgen und die Zeit vor Sonnenuntergang sind die beste Zeit für blühende Bäume und spriesende Äste zum Aufnehmen.

Die verschiedenen Stufen leuchtenden Grüns

Fotos von frischem Grün brauchen meist nicht viel Nachbearbeitung. Jedoch können bestimmte Filter und Entwicklungsschritte helfen, die Unterschiede zwischen den Schattierungen hervorzuheben.

Ende April ist oft die beste Zeit für Grünschattierungen. Mit dem luminance panel im photoshop oder in lightroom kann man Details hervorheben. Vorsicht mit der Sättigung, denn die Farben sind schon sehr stark.
Die Laubfarben ändern sich sehr rasch im Frühjahr. Das “frische Grün” gibt es nur für ganz kurze Zeit.

EIne Woche später trifft man einen ganz anderen Grünton an.
An den ersten Frühjahrstagen, wenn die Bäume austreiben, gibt es diese leuchtenden Farben.
Die Birken haben dann eine ganz besondere Farbe.
Ein Regentag kann sehr interessant sein für Landschaftsfotos.
Die erste Maiwoche: Die Farben sind jetzt dunkler. Es sieht immer noch toll aus, aber die Stimmung ist eine andere.

Wo sollte man Bilder machen?

Es ist gut zu wissen, wo man im Frühjahr die vielen Grüntöne findet. Die beste Idee dafür ist meist ein Plan, lange bevor der Frühling beginnt. Generell wird man nach Wäldern mit vielen verschiedenen Laubbaumarten Ausschau halten. Falls man keine Naturreservate oder derartige Wälder in der Umgebung hat, sind Landschaftsgärten, vor allem “englische Gärten” sehr geeignet. Bergwälder mit ihren Fichten und Tannen können auch interessant sein, aber dort gibt es in der Regel weniger Farbauswahl. Man müsste auch dort nach naturbelassenen Wäldern Ausschau halten. Sehr interessant sind naturbelassene Wiesen mit einer großen Auswahl an Pflanzen. Die hier gezeigten Bilder wurden in Deutschland zwischen dem Ammersee und dem Lech aufgenommen.

Peter Engelmann, 8. Mai 2020

https://stormypictures.de/peter-engelmann/

Strahlender Himmel und brilliante Farben wie nie zuvor

6. April, 2020

Die Corona Krise ist eine so nie dagewesene Situation, an der es nichts Gutes gibt. Es wäre wunderbar gewesen, wenn wir Beobachtungen über Veränderungen in der der Atmosphäre, dem Wetter und vielleicht sogar dem Klimawandel unter anderen Umständen hätten machen können. Nichtsdestotrotz bietet sich hier vielleicht die Chance für einen potentiell positiven Wandel in der Zukunft. Seit einigen Tagen nun schon sehen wir nun, wie ein Himmel mit wenig oder sogar gar keiner Luftverschmutzung aussieht. Manchen sagen, dass damit auch die “Chemtrails” erklärt würden, da man durch das Ausbleiben der Flugzeuge nur noch wenige Streifen am Himmel sieht.

Als die Krise Europa und den Rest der Welt erreichte, ging der Flugverkehr drastisch zurück. Seit Mitte März gibt es in Deutschland einen Lockdown. Es fliegen immer weniger Flugzeuge. Nun sehen wir einen direkten Effekt: In Mitteleuropa herrschte seit März hoher Luftdruck, der bis in den April hineinreichte. Die Luft wurde klar. Morgens war es kalt und dunstig. Aber es gab eine neue Qualität in der Atmosphäre.

Durch die Zunahme des Luftverkehrs gab es eine immer weiter fortschreitende Luftverschmutzung. Die Kondensstreifen verschwanden oft einfach nicht mehr. Das Resultat war eine seltsamer Himmel mit ungewöhnlichen Wolken, der wahrscheinlich die Theorie über die Chemtrails mit inspiriert hat.

Nun haben wir die Möglichkeit zu sehen, wie ein Himmel ohne Luftverschmutzung und Flugverkehr aussieht. Es ist dabei nicht nur so, also würde man durch ein lange verschmutztes und nun gereinigtes Fenster hindurchsehen. Man sieht andere Farben. Dem Ganzen wohnt etwas Geheimnisvolles inne. Es ist so, als würde man eine andere Ebene betreten, es ist für die ältere Generation die Welt der Kindheit.

Das Fehlen des Flugverkehrs und der Luftverschmutzung bedeutet nicht nur andere Farben in der Natur und am Himmel. Es sieht wie eine gesündere Welt aus und es könnte auch Effekte für das Wetter und das Klima haben. Es ist sehr zu hoffen, dass Wissenschaftler trotz der gegenwärtigen Beschränkungen darüber forschen können.

Der Luftverkehr erzeugte eine künstliche Wolkenschicht an vielen Tagen. Dadurch konnte sich am Boden die Luft weniger abkühlen. Nun werden wir sehen, wie sich das Wetter verhält, wenn es weniger Verschmutzung in der oberen Atmosphäre gibt.

Dazu gibt es auch noch eine andere interessante Frage: Wir wissen nicht sehr viel über die Entstehung un die Entwicklung von Wolken. Wir wissen auch nicht viel, wie der gewachsene Flugverkehr zum Beispiel sich auf die Entwicklung von Regenwolken auswirkt. In den letzten Jahren hat der Klimawandel zu vielen Dürren geführt. Die Wissenschaftler führen dies hauptsächlich auf den gestiegenen Anteil der CO2 Emissionen zurück. Aber vielleicht gibt es auch andere Faktoren: Würden wir wie in der Vergangenheit bald wieder mehr Wolken sehen, könnte das heißen, dass der Flugverkehr eine größere Bedeutung für das Geschehen in der Atmosphäre hat, als bisher angenommen.

Himmel in Oberbayern vor “Shutdown” mit hohem Flugverkehrsaufkommen.
Noch deutlicher sind die Spuren der Flugzeuge auf diesem Bild bei Mitenwald zu sehen.
Himmel nach Lockdown im März an einem Tag mit Schauerwetter
Sonnenuntergang am 1. April 2020
Der nächste Tag.
Der 5. April, Sonntagnachmittag

Naturwunder Sandsteinfelsen in den Nordvogesen

Bizarr geformte Sandsteinkliffs, die von der Sonne angestrahlt, in Rosa und Orange leuchten: Das erwartet man üblicherweise in den Nationalparks in Arizona oder Colorado in den USA. Doch mitten in Europa an der Französisch-Deutschen Grenze befindet sich eine einzigartige Landschaft mit Mittelgebirgen und Bergwäldern, Flüssen, an die hundert Burgen und beeindruckenden Sandsteinformationen. Diese Landschaft wurde von Wind und Wetter geformt und ist 200 Millionen Jahre alt: Das UNESCO Biosphärenreservat Pfälzer Wald und nördliche Vogesen.

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verwitterter Sandstein, Burg Falkenstein

Die nördlichen Vogesen befinden sich westlich des Rheins im Nordosten Frankreichs. Sie sind nicht identisch mit den hohen Vogesen weiter südlich. Die nördlichen Vogesen sind Ausläufer des Mittelsgebirges im Alsace. Der regionale Naturpark Nordvogesen existiert seit 1976. Es ist eine besondere Region mit einem unglaublichen Artenreichtum. 65% der Region sind waldbedeckt.

Eine große Attraktion sind die Burgen, die sich oft auf Aussichtspunkten befinden. Diese liegen auf Hügeln oft mit einem beeindruckenden Rundumblick und hier finden man den typischen rotbraunen Sandstein der französischen Vogesen. Es ist ein Sandstein mit mittelgroßen Körnern und eingeschlossenen Steinen, der eine große Rolle beim Bau von Kathedralen und Gebäuden spielte. Dieses Material ist von Wind und Wetter geformt. Das Interessante ist, dass die Sandsteingebilde ständig ihr Aussehen ändern, je nach Sonnenstand oder Lichtbedingungen. Das macht sie zu großartigen Motiven für Fotografen. Auch für alle, die sich für Geologie oder Ergeschichte interessieren, sind sie ein spannendes Thema. Der Regionalpark war 2009 Gewinner der Eden-Competition.

Burg Falkenstein: Mittelalterliches Erbe und großartiger Aussichtspunkt

Die Burg Falkenstein ist ein hervorragendes Ziel: Es ist die gut erhaltene Ruine einer Burg in der Kommune Philippsborg im Mosélle Department. Nach einem ca. 20 minütigen Fussmarsch vom Parkplatz aus erreicht man eine großartige Aussicht, man sieht die Ruinen einer einst großen mittelalterlichen Befestigung und die beeindruckenden Sandsteinformationen.

Der Sandsteinfelsen war tatsächlich Teil der Ritterburg. Die Erbauer schürften Keller und Räume in den Felsen. Die Burg wurde 1127 erbaut und im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Jedoch gibt es immer noch eine Menge zu sehen.

Ein Raum, der in den Sandsteinfelsen gegraben wurde.



In den nördlichen Vogesen gibt es auch einen Platz, der “Little Colorado” genannt wird, der Altschloßfelsen in Poppeviller in den Pays de Bitche, ein langgezogenes Sandsteinriff. Das deutsche Pendant zu den nördlichen Vogesen ist das Dahner Felsenland im Pfälzerwald. Touristen, die Frankreich und diese Region besuchen, können sich im “Maison du Parc” in Little Pierre, einer zauberhaften Kleinstadt mit einem beeindruckenden Schloß informieren. Der Tourismus hier ist sehr wichtig: Sowohl die Kommunen wie auch andere Institutionen, zum Beispiel der Club Vosgien unternahm eine Menge Anstrengungen interessierte Besucher zu informieren:

Züge halten in Sarrebourg und Saverne (an der TGV Strecke Paris-Strasbourg). Wichtige Zentren sind Bitche und Sarreguemines. Die nördlichen Vogesen sind auch nicht weit von Saarbrücken entfernt. Die Region ist eine bekannte Wanderregion mit Weitwanderwegen. Auch zum Radwandern eignen sich die Nordvogesen.

 

In den Nordvogesen herrscht ein halb-kontinentales Klima mit trockenen und heißen Sommern und kalten, schneereichen Wintern. Wie anderer Regionen auch litt die Region unter der Dürre und den Hitzewellen in den Jahren 2018 und 2019.